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So, 15. Feb. 2026 – 17 Uhr
Künstlerhaus/Joseph-Joachim-Saal, Sophienstr. 2, 30159 H.
Das Kammerkonzert in unserer rastlos_Saison unter dem Titel ´Schöpferische Unruhe´ ist dem Drang der Komponisten gewidmet, Ideen und Stimmungen in Musik zu verwandeln, musikalisch zu entwickeln und bis in die Tiefe zu ergründen.
Im Zentrum stehen BACHs berühmte ´Goldberg-Variationen´, die einen Gipfelpunkt des Barocks bilden, hier im Gewand der Bearbeitung für Streichtrio. In den dreißig Variationen entfalten sich Mikrokosmen, die fast kaleidoskopisch forschend in höchster Kreativität und Einfallsreichtum die Motive dieses bald überlebensgroßen Werks vielstimmig und in Vollendung ausloten.
Dagegen zeigt sich das Rastlose in MARTINUs neoklassizistisch wie folkloristisch geprägtem Streichtrio, das reich ist an kontrapunktischen Texturen und vorantreibenden Rhythmen ist, in einer unruhigeren Gestalt. Aufgrund seiner anspruchsvollen Virtuosität und rasant-tänzerischen Virilität wurde dieses Werk schon als „Tripelkonzert ohne Orchester“ beschrieben.
PENDERECKIs modernes Streichtrio ist ein intensives und aufregendes Werk, in dem bis an die klanglichen Grenzen der drei Instrumente gegangen wird. Deren oft auch riskante Behandlung, solistisch oder sich gegenseitig antreibend, verleiht dem Werk Expressivität und Ruhelosigkeit. Die von diesem improvisatorisch anmutenden Werk ausgehende Spannung ist überwältigend und vor allem mitreißend.
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J. S. BACH * ´Goldberg-Variationen´, BWV 988 (1741)
(Bearbeitung für Streichtrio)
Bohuslav MARTINU * 2. Streichtrio, H. 238 (1934)
Krzysztof PENDERECKI * Streichtrio (1991)
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TRIO D´IROISE >>>
Sophie Pantzier – Violine, (NDR-Radioph.)
Francois Lefèvre – Viola (Solist, NDR-Radiophilharmonie)
Caspar Wedell – Cello
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Vergangene Aufführungen

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So, 9. Nov. 2025 – 17 Uhr
Neustädter Hof- u. Stadtkirche, Rote Reihe 8, 30169 H.
Der Liederabend unserer rastlos-Saison 2025 ist dem künstlerischen Thema des ´Wanderers´ gewidmet, dem Umherschweifenden, Fliehenden oder sehnsuchtsvoll Suchenden.
So erzählen MAHLERs ´Lieder eines fahrenden Gesellen´ von einem jungen Mann, der von Liebesschmerz und Enttäuschung angetrieben in die Welt hinauszieht, um Linderung und Frieden in der Ferne zu suchen. Von noch größerer Einsamkeit und herbstlicher Stimmung handeln die von RIHM vertonten Gedichte Nietzsches, die dem Wanderer-Thema neutönend und mit philosophischer Tiefe eine besondere Farbe der Fremde verleihen.
Daneben erklingen die sehr melancholischen ´Kerner´-Lieder SCHUMANNs, die ebenso den romantischen Geist der Sehnsucht, der Wehmut und der Zuflucht in der Natur atmen. Vor allem darf die Stimme SCHUBERTs nicht fehlen, in dessen Werk viele Lieder Ausdruck von der Faszination des Waldes, vom Wunsch des Einsseins mit der Umgebung oder gar vom schwer zu fassenden Weltschmerz sind.
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GUSTAV MAHLER – ´Lieder eines fahrenden Gesellen´
ROBERT SCHUMANN
Lieder nach Gedichten von Justinus Kerner
WOLFGANG RIHM – ´Nietzsche-Lieder´
FRANZ SCHUBERT – ausgewählte Lieder
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Christoph POHL – Bariton, Semperoper Dresden
Tobias KRAMPEN – Klavier, Bonn